Delphin-Therapie bzw. Tiergestützte Therapie bei neurologisch-psychiatrischen Erkrankungen

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Geschrieben von: Dein-Gesundheitsmanager   
Sonntag, den 11. April 2010 um 17:17 Uhr
Delphine

Tiergestützte Therapie neurologisch-psychiatrischer Erkrankungen u.a. die Delphintherapie


Der Einsatz von Pferden und Hunden zur unterstützenden Therapie von Menschen mit neurologischen Erkrankungen oder Behinderungen, sowie bei Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen, werde immer beliebter. Die Therapie mit Delphinen zur Behandlung von Menschen mit o.g. Erkrankungen (v.a. auch Kindern) werde schon seit längerem Zeitraum praktiziert und in der Öffentlichkeit diskutiert. In der Delphintherapie gibt es neben den Befürwortern auch strenge Kritiker, die in der unnatürlichen Delphinhaltung, eine Quälerei sehen.
Befürworter der Tiertherapien behaupten vehement, dass die eingesetzten Tiere positiven Einfluss auf den Geist und das körperliche Wohlbefinden hätten. Die Medizin fordert weiterhin eindeutige Belege für die dauerhafte Wirksamkeit der Therapie von o.g. Erkrankten mit Tieren.
Die Gesellschaft für Neuropädiatrie und die Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin hatten zuletzt die Flut von Forschungsergebnissen durchkämmt. Die Resultate seien sehr bescheiden gewesen. Für die Hunde-Therapie-Studien seien kurzfristige positive Effekte auf das Verhalten und die Stimmung der Patienten abzuleiten. Ob Hunde in einer länger angelegten Psychotherapie einen höheren Nutzen hätten, stehe in den Sternen.
Auch eine unterstützte Therapie mit Pferden, vorrangig das heilpädagogische Reiten für verhaltens- oder geistig beeinträchtigte Menschen, lasse keine Aussagen über deren Wirksamkeit zu. Hier sei u.a. auch zu bemängeln, dass Studien zur Wirksamkeit von heilpädagogischem Reiten, nicht den wissenschaftlichen Ansprüchen genügten. Laut Gutachten könne als nachvollziehbar erachtet werden, dass im Einzellfall durch das therapeutische Reiten e
ine Verbesserung der Beweglichkeit und der geistigen Verfassung zu erzielen sei. Vor allem im Kindesalter seien die Patienten noch besser erreichbar und aktivierbar, was sich dauerhaft auf die Motivation und das Befinden auswirken könne. Auf jeden Fall bekomme der Betreffende Zuwendung, Zuneigung und das Gefühl von Geborgenheit und das gleich von mehreren Seiten. Dies sei das, was sowieso jedes Kind und jeder Mensch brauche und könne nur zuträglich sein.
In den bisherigen Studien zur Delphintherapie bei behinderten oder geistig kranken Kindern, habe ein spezifischer Effekt des "Delphins" an sich, nicht nachgewiesen werden können. Im Ergebnis vermuten die Pädiater, dass die Grundstimmung und das Verhalten von Kindern auch durch die Anschaffung von Haustieren, den Besuch von Tiergehegen und durch gemeinsame Familienurlaube, nachhaltig positiv beeinflusst werden könne. Gutachter der der Gesellschaft für Neuropädiatrie bemängeln an einer Studie der Universtität Würzburg zur Wirksamkeit der Delphintherapie am Nürnberger Zoo, dass diese Studie die Wirksamkeit der Delphintherapie nicht belege  und nur zeige, dass die Eltern ihre Kinder nach der Therapie besser bewerten würden als vorher. Die Einschätzung der Angehörigen sei hier kein Gradmesser für die Wirksamkeit.
Hier spiele die Psychologie mit ihren Effekten eine große Rolle. Denn allgemein erforscht und bekannt ist, dass eine Therapie mit hohen Kosten, besser bewertet wird als eine Therapie die wenig oder nichts kostet.



Biologen, die sich mit der Delphintherapie befassen, weisen ständig darauf hin, welches Leid den Delphinen in Gefangenschaft widerfahre. Die Delphine seien nicht in der Lage ihre natürlichen Bedürfnisse auszuleben. Die Natur könne in Betonbecken nicht nachempfunden werden. Das Wasser in dem die Delphine leben, sei sogar gechlort. Nur wenige Delphine hätten echtes Interesse an den Patienten. Die Mehrheit der Delphine zeige nur Interesse an Patienten, da durch die gewünschte Verhaltensweise eine Belohnung erfolge.





Fazit

Eindeutige Zuweisungen lassen sich nicht treffen. Betroffene werden weiter versuchen alle Möglichkeiten der Therapieformen auszuschöpfen und nach jedem Strohhalm greifen. Glaube kann Berge versetzten, sagt man. Was hilft ist gut. Wem und in welcher Weise etwas hilft ist wie immer subjektiv gefärbt.







Bildquelle: © Carsten Grunwals/PIXELIO´www.pixelio.de
DIE RHEINPFALZ AM SONNTAG,  11. APRIL 2010





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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 06. März 2011 um 12:14 Uhr
 



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