| Begriff | Definition |
|---|---|
| Achtsamkeit | Einlassen auf "nur" den Augenblick. Nicht was war und was sein wird. Den Augenblick und sich und seine Umwelt wahrnehmen. Annnehmend und wertfrei ohne Bewertung beschreiben. Sich dem Augenblick mit aller Hingabe ergeben. Die Dinge sind wie sie sind. Sie können nicht anders sein. "Eine Schlange kann kein Schmetterling sein !". Sonst wären sie ja anders. Gedanken sind wie Wolken, sie kommen und gehen und ziehen weiter. Gefühle sind wie Wellen im Ozean. Sie steigen auf und sinken wieder ab. Gedanken und Gefühle wie sie sind annehmen, ohne Wertung zulassen. Sie begrüßen, wenn sie kommen. Sie gehen wieder. Bewusst atmen. Nur auf die Atmung konzentrieren. Nur den Augenblick der Atmung spüren. Die Atmung ist ein zentrales Element. Alles was man tut, tut man "jetzt" in diesem Augenblick und sonst nichts. |
| Aktin | Unter dem globulären Aktin versteht man ein Motorprotein, das sich im Sarkomer der Muskelfaser finden lässt. Hier bildet es zusammen mit Myosin, Troponin und Tropomyosin die kontraktile Einheit des Muskels. In Muskelzellen ist jedes zehnte Proteinmolekül ein Aktinmolekül, in anderen Zellen beträgt der Anteil 1–5 %. In der Zelle bildet Aktin dynamische Filamente (die sogenannten Aktinfilamente). Diese Filamente dienen als Bestandteil des Zytoskeletts der Stabilisierung der äußeren Zellform, intrazellulären Transporten und sind zentraler Bestandteil des Kontraktionsapparats der Muskeln. Veränderungen in den für Aktine codierenden Genen können zu Muskel- und anderen Erkrankungen führen. |
| Aminosäuren | Proteinogene Aminosäuren bilden die Bausteine der Proteine von Lebewesen. Proteinogene Aminosäuren sind stets α-Aminosäuren. Diese Aminosäuren haben eine endständige Carboxygruppe und in direkter Nachbarschaft die Aminogruppe. 20 der proteinogenen Aminosäuren werden durch Codons (Codon bezeichnet die Abfolge von drei Nukleobasen (=Basentriplett) der mRNA), kodiert. Man bezeichnet sie als kanonische Aminosäuren oder als Standardaminosäuren. Alle anderen proteinogenen Aminosäuren, werden als nichkanonische AS bezeichnet. Aminosäuren (AS) die beim Abbau Ketonkörper liefern, werden ketoplastische AS genannt (Leucin u. Lysin). AS die bei ihrem Abbau Zwischenprodukte des Citratzyklus oder der Gluconeogenese wie Pyruvat oder Succinyl-CoA liefern, werden als glucoplastische AS bezeichnet. Die Gluconeogenese aus AS spielt bei eiweißreicher und glucosearmer Ernährung oder beim Hungern eine große Rolle. Essentielle Aminosäuren müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, da der Organismus sie nicht selbst herstellen kann, diese aber vom menschlichen oder tierischen Organismus benötigt werden. Alle diese essentiellen Aminosäuren sind L-α-Aminosäuren. Für Menschen sind Valin, Methionin, Leucin, Isoleucin, Phenylalanin, Tryptophan, Threonin und Lysin essentielle Aminosäuren. Alle übrigen Aminosäuren werden entweder direkt aus verschiedenen Substraten synthetisiert oder aus anderen Aminosäuren durch Modifikation hergestellt. |
| Arthrose | Der Anfang der Arthrose ist ein Knorpelschaden; gleichwohl muss nicht jeder Knorpelschaden zu einer Arthrose führen.
Die Arthrose, auch Arthrosis deformans (vom lateinischen „deformare“ = verstümmeln), ist eine chronische, schmerzhafte, zunehmende, funktionsbeeinträchtigende Gelenkveränderung.
In der Medizin ist die Arthrose definiert als ein zunehmender, altersabhängiger Knorpelabrieb der Gelenke des Körpers. In fortgeschrittenen Fällen stellen sich auch Veränderungen im Bereich des gelenknahen Knochens, der Gelenkschleimhaut, der Gelenkkapsel sowie der Gelenk umspannenden Muskulatur ein, so dass die Arthrose als Krankheitsbild nicht auf den Knorpelabrieb allein beschränkt bleibt.
Letztendlich kann Arthrose zur Zerstörung des Gelenkes führen. Das Gelenk verliert seine Form weshalb auch der Begriff Arthrosis deformans eine gebräuchliche Krankheitsbeschreibung darstellt. Es gibt charakteristische Arthrosebeschwerden, die für fast alle Gelenke gelten, unabhängig davon, wo sich die Arthrose manifestiert. Dazu gehören:
Der Anlaufschmerz: Man versteht darunter die typische Schmerzverstärkung bzw. das typische Schmerzauftreten zu Beginn einer Belastung, z.B. Hüftgelenksschmerzen nach dem Aufstehen vom Stuhl nach längerer Sitzphase oder morgens nach dem Aufstehen. Der Arthrosepatient braucht ein wenig um „in die Gänge zu kommen“. Ist das Gelenk warmgelaufen bessern sie die Beschwerden.
Der Belastungsschmerz: Das Gelenk kann mitunter eine zeitlang recht gut belastet werden. Nach einer gewissen Zeit verstärken sie die Beschwerden aber wieder. Mitunter fühlt sich das Gelenk warm an und schwillt an. Die Beschwerden verstärken sich im Tagesverlauf. Ruhe bessert die Beschwerden. Weitere Charakteristika bei Arthrose sind:
Schwellung des Gelenkes, Überwärmung des Gelenkes, Steifheitsgefühl des Gelenkes, Bewegungseinschränkung des Gelenkes, Formveränderung des Gelenkes
Ursachen für Arthrose:
-Rheumatische Erkrankungen mit Gelenkbeteiligung
-Erbliche Veranlagung (vor allem bei Fingergelenks-Arthrose)
-Angeborene Fehlstellung der Gelenke (z.B. Hüftgelenksdysplasie, X-Beine/O-Beine)
-Verletzungen (z.B. Meniskusschäden, Kreuzbandverletzungen, Anpralltraumata, sonstige Traumata) und Operationen, die in in Fehlstellung verheilt sind
-Langjährige Überlastung (z.B. durch harte körperliche Arbeit, Übergewicht oder Leistungssport)
-Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes mellitus)
Diagnostik:
An erster Stelle in der Beurteilung des Knorpels und der Binnenstrukturen des Kniegelenkes steht die Arthroskopie. Im MRT können feine Veränderungen der Gelenk- bzw. Kniebinnenstrukturen beurteilt werden. Röntgen ist das primäre Bild gebende Verfahren zur Diagnostik einer Arthrose, auch wenn der Knorpelabrieb selbst im Röntgenbild nicht darstellbar ist, weil Knorpelgewebe völlig strahlendurchlässig für Röntgenstrahlen ist. Trotzdem kann man anhand der sekundären Arthroseveränderungen den Schweregrad einer Arthrose gut einschätzen. |
| Astrologie | Astrologie bedeutet "Lehre", die aus Konstellationen von Sternen bestimmte Ereignisse, Vorhersagen und Persönlichkeitseigenschaften von Menschen ableitet und deutet. Aufzeichnungen der westlichen Astrologie gehen bis in das 3. Jahrhundert vor Christus zurück. Neben der westlichen gibt es noch die chinesische Astrologie (v.a. Kalenderdeutung bis ~ 2600 v. Chr.) und die indische und alt-amerikanische Astrologie. Grundlagen der Deutung in der westlichen Astrologie bilden das Horoskop, die Tierkreiszeichen und die Beziehung der Sterne (Sonne, Mond und Planeten) aus geozentrischer Sicht. Aus wissenschaftlicher Sicht zählt die Astrologie zur Esoterik bzw. den Para- oder Pseudowissenschaften. Es gibt keine naturwissenschaftlichen Belege, dass die Astrologie Erkenntnisse über Lebewesen oder Ereignisse und Auswirkungen auf den Alltag liefern kann bzw. bisher liefern konnte. |
| Atmungskette | Die Atmungskette bildet den Abschluß der biochemischen Energiegewinnung. In diesem Prozeß werden die bei der Glycolyse und dem Citrat-Zyklus reduzierten Coenzyme NADH und FADH2 wieder oxidiert. Aus 1 Mol NADH entstehen 3 Mol ATP. Als Oxidationsmittel dient letztlich Sauerstoff. Die Energie wird als ATP, also in einer biochemisch verwertbaren Form gewonnen. Aus einem Mol Glucose entstehen 36-38 Mol ATP. 2 Mol ATP werden bei der Glycolyse gewonnen, 2 Mol im Citrat-Zyklus. Die übrigen 32/34 Mol entstehen erst in der Atmungskette (das Ganze natürlich nur bei der aeroben Energiegewinnung, also in Anwesenheit von Sauerstoff). Bei Eukaryoten (Zellen mit Kern und Zellmembran) findet sie in den Mitochondrien in der inneren Mitochondrienmembran und bei Prokaryoten in der Zellmembran statt. Es findet dabei die Oxidation von Wasserstoff zu Wasser statt (Knallgasreaktion). |
| ATP | Adenosintriphosphat (ATP) ist ein Nukleotid, bestehend aus dem Triphosphat des Nucleosids Adenosin, und als solches ein energiereicher Baustein der Nukleinsäure RNA. ATP ist jedoch auch die universelle Form unmittelbar verfügbarer Energie in jeder Zelle und gleichzeitig ein wichtiger Regulator energieliefernder Prozesse. ATP wird bei Bedarf aus anderen Energiespeichern (Kreatin-Phosphat, Glykogen, Fettsäuren) resynthetisiert. Das ATP-Molekül besteht aus einem Adenin-Rest, dem Zucker Ribose und drei Phosphaten (alpha bis gamma) in Ester- (alpha) bzw. Anhydrid-Bindung (beta und gamma). |
| Ausbelastungsintensität | Begriff der heutigen Sportwissenschaft, der den Grad der muskulären Ausbelastung innerhalt "eines" Trainingssatzes beschreibt. Hierbei wird über den Punkt des muskulären Versagens hinaus trainiert. Hierzu bedient man sich verschiedener Intensitätstechniken. In den 1970er Jahren noch nicht gebräuchlich im Trainingszusammenhang- und Verständnis. Arnold Schwarzenegger ging in seinem Krafttraining über die Schmerzgrenze hinaus (dh. über das Muskelversagen). Schwarzegger´s Trainingspartner hätten trainiert bis es schmerzte, doch bei Schwarzenegger habe es noch viel mehr geschmerzt als bei seinen Trainingspartnern ! Dies beschreibt die Intensität, mit der Schwarzenegger trainierte und die man aus der heutigen sportwissenschaftlichen Sicht als Ausbelastungsintensität beschreibt. |
| Autogenes Training | Das autogene Training (AT) ist eine auf Autosuggestion basierende Entspannungstechnik. Autosuggestion ist der Prozess, durch den eine Person ihr Unbewusstes trainiert, an etwas zu glauben. Dies wird erreicht durch Selbsthypnose oder wiederholte Selbst-Affirmationen, und kann als eine Form von selbstinduzierter "Gehirnwäsche" angesehen werden. Die Wirksamkeit der autosuggestiven Gedankenformeln kann durch mentale Visualisierungen des erwünschten Ziels erhöht werden. Der Erfolg der Autosuggestion wird umso wahrscheinlicher, je konsistenter und länger (bzw. öfter) sie angewendet wird. Bei der Autosuggestion wird ein und derselbe formelhaft umrissene Gedanke über längere Zeit in Form mentaler Übungen wiederholt, bis er zum festen Bestandteil des unbewussten Denkprozesses geworden ist. Dies geschieht oft in Kombination mit Entspannungstechniken. Je nach weltanschaulichem Hintergrund wird erwartet, dass sich dieser Gedanke in Überzeugungen oder Tatsachen verwandelt. AT wurde vom Berliner Psychiater Johannes Heinrich Schultz aus der Hypnose entwickelt. Heute ist das autogene Training eine weit verbreitete und anerkannte Methode, um Stress und psychosomatische Störungen zu behandeln, aber auch positives Denken und Fühlen zu stärken und Ziele besser zu formulieren. Unterstufe: Die Unterstufe des autogenen Trainings dient vor allem der Entspannung. Sie besteht aus Übungen, die nacheinander Ruhe, Schwere und Wärme in den Armen und Beinen, eine Beruhigung des Pulses (mein Herz schläg ruhig und kräfig) und der Atmung (ich beatme mich tief und ruhig), Wärme im Sonnengeflecht und Kühle der Stirn durch Selbst-Suggestion hervorrufen. Oberstufe: In der Oberstufe des autogenen Trainings soll ein Problem mittels Suggestion so weit gelöst werden, dass die Person Heilung, Stärkung, Stabilisierung oder wenigstens Linderung erfährt. In der Oberstufe geht es um vertiefte Selbsterkenntnis, neues Selbstbewußtsein, Ich-Stärke und um Charakterbildung. Im Rahmen des entspannten Körpers auf der Unterstufe, können geistige Inhalte (Situationen, Beziehungen ....) mit dem souveränen, entspannten Zustand assoziiert werden. Geistige Inhalte können bei körperlichem Wohlbefinden stabilisiert und gefestigt werden. |
| Autosuggestion | Training des Unterbewusstseins einen gewünschten Gedanken auf Dauer im Unterbewusstsein zu verankeren und dadurch Denken, Handeln und Gefühle nachhaltig in die gewüschte Richtung zu lenken. Durch wiederholte mentale Übungen (Selbsthypnose, Autogenes Training, Selbstbekräftigung, Selbstanweisung..... incl. Visualisierung), bei denen der Gedanke wie eine Art Formel wieder und wieder vor dem inneren Auge wiederholt wird, bis er "eingebrannt" ist und in den unterbewussten Denkprozessen integriert ist. Einen gewünschten Gedanken zu visualisieren, kann den Integrationsprozess beschleunigen. |
| Ballaststoffe | Kohlenhydrate, die unverdaulich für den Menschen sind und vorwiegend in planzlichen Lebensmitteln vorkommen. Sie kommen in Getreide und dessen Produkte aus vollem Korn vor, sowie in Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten. Es gibt wasserlösliche Ballaststoffe (zB. Johannisbrotkernmehl...) und wasserunlösliche Ballaststoffe (zB. Cellulose). Wasserlösliche Ballaststoffe könne zum Teil in Fettsäuren umgewandelt und aufgenommen werden. Ballaststoffe quellen im Magen und führen somit schneller zu einem Sättigungsgefühl. Bei Ernährung mit ballaststoffreichen Nahrungsmitteln, werden die verdaulichen Kohlenhydrate in Anwesenheit von Ballaststoffen, langsamer durch den Darm ins Blut aufgenommen, wodurch der Blutzucker viel langsamer und nicht so hoch ansteigt und somit weniger Insulin und keine enormen Insulinspitzen auftreten. Durch Wasserbindung der Ballaststoffe, kommt es im Darm zur Zunahme der Stuhlmenge, die Druck auf die Darmwand ausübt und somit die Darmtätigkeit fördert. Ballaststoffe binden aber auch Mikroorganismen, Giftstoffe, Cholesterin und Gallensäuren, die dann ausgeschieden werden. Hierdurch sinkt der Cholesterinspiegel und die Belastung durch evtl. infektionsauslösende Keime und deren Giftstoffe. Somit können Ballaststoffe positiv in den Stoffwechsel eingreifen. |
| Betaoxidation | Betaoxidation (ß-Oxidation) bezeichnet den Abbau von Fettsäuren zur Energiegewinnung. Fettsäuren werden als Triglyceride im Fettgewebe gespeichert. Gehirn und Erythrozyten sind nicht zur ß-Oxidation (Betaoxidation) fähig und auf die Bereitstelung von Substraten (Glukose u./o. Ketonkörper) angewiesen. Durch den Abbau von Fettsäueren entsteht über Acyl-CoA mit ATP-Gewinnung das Acetyl-CoA, das im Citratzyklus zur Synthese von anderen Substraten, u.a. zu NADH für die Atmungskette zur ATP-Gewinnung verwendet werden kann. Weiterhin kann das Acetyl-CoA zur Synthese von Ketonkörpern je nach Bedarf und Stoffwechsellage verwendet werden. Bei Störungen der ß-Oxidation (oft erblich bedingt), steigen die Blutfettwerte (Triglyceride, Cholesterin) und typische Stoffwechselzwischenprodukte des gestörten Ablaufes, an. 1 mol Fettsäure liefert im Gesamtergebnis ca. 148 mol ATP. |
| Blutalkoholspiegel | Berechnung des Blutalkoholspiegels (BAK) nach der Widmark-Formel: Für Männer gilt: BAK = Alkohol in g x 0,9 (Resorptionsfaktor 0,7-0,9) / KG x 0,7 (Verteilungsfaktor) Für Frauen gilt: BAK = Alkohol in g x 0,9 (Resorptionsfaktor 0,7-0,9) / KG x 0,6 (Verteilungsfaktor) z.B. 1 Liter Bier mit 5 Vol % = 50 g x Dichte des Alkohols 0,8 = 40 g reiner Alkohol ! (oben in die Widmark-Formel einsetzen) - mittlere Abbaurate 0,15 Promille/h ! - Alkohol-Abbauprozess beginnt erst 2 h nach Trinkbeginn ! |
| Citratzyklus | Der Citratzyklus ist Teil oxidativer Abbauprozesse und geht bei aeroben Organismen der eigentlichen Atmungskette voraus. Anaerobe Organismen verwenden zunächst die gleichen Abbauwege für energiereiche organische Stoffe, z. B. die Glykolyse, dann aber nicht die Oxidation von Wasserstoff in der Atmungskette, sondern andere, nicht von Sauerstoff abhängige Fermentationsprozesse, um Energie zu gewinnen (siehe auch Gärung). Bei erhöhter Leistungsabforderung wird auch beim Menschen ein wachsender Prozentsatz des in der Glykolyse gewonnenen Pyruvats nicht mehr zu Acetyl-CoA umgesetzt, sondern unter Gewinnung von 2 ATP zu Milchsäure. Milchsäure muss aber ab einer bestimmten Konzentration abgebaut werden, weil sie durch pH-Wert-Absenkung leistungshemmend wirkt. Dabei gibt die Muskulatur Laktat (Anion der Milchsäure) an das Blut ab, welches zur Leber transportiert wird. Anschließend wird Laktat in der Leber zu Glucose durch den Prozess der Gluconeogenese umgesetzt. Glucose kann wieder durch das Blut von den Muskelzellen aufgenommen werden. Dieser Kreislauf wird auch als der sogenannte Cori-Zyklus bezeichnet. Die Fähigkeit, eine hohe Leistung trotz hohen Lactatspiegels aufrechtzuerhalten, wird in der physiologisch begründeten Trainingslehre als Lactattoleranz bezeichnet. Der Citratzyklus kann als der dritte von vier Schritten im Kohlenhydrat-Katabolismus betrachtet werden. Er findet nach der Glykolyse und der oxidativen Decarboxylierung von Pyruvat, jedoch vor der Endoxidation in der Atmungskette, statt. Für den Citratzyklus lässt sich folgende Bilanz aufstellen: Acetyl-CoA + 3 Nicotinamidadenindinukleotid (NAD+) + Flavinadenindinukleotid (FAD) + Guanosindiphosphat (GDP) + Phosphat + 2 Wasser (H2O) → 2 Kohlenstoffdioxid (CO2) + 3 (NADH + H+) + FADH2 + Guanosintriphosphat (GTP) + Coenzym A (CoA-SH) Acetyl-CoA, das ist Essigsäure gebunden an Coenzym A, also Essigsäure in ihrer „aktivierten“ Form, wird durch den Citratzyklus zu Kohlenstoffdioxid (CO2), den Reduktionsäquivalenten NADH und FADH2 sowie den Energieüberträgern Adenosintriphosphat, ATP, sowie Guanosintriphosphat, GTP, verstoffwechselt. In der Atmungskette werden die an den Reduktionsäquivalenten gebundenen Elektronen im letzten Schritt auf einen terminalen Elektronenakzeptor, in den Mitochondrien auf Sauerstoff, übertragen. Die Potentialdifferenz, die bei der Wanderung der Elektronen durch die Atmungskette von Proteinkomplex zu Proteinkomplex und schließlich auf Sauerstoff entsteht, wird nutzbar gemacht. Dabei werden nämlich Protonen vom Inneren des Mitochrondriums (Matrix) in den Intermembranraum transportiert, es bildet sich dabei ein elektrochemischer Protonengradient. Durch die Vermittlung des elektrochemische Protonengradienten über der inneren Mitochrondrienmembran wird schließlich über die ATP-Synthase ATP synthetisiert. Im Citratzyklus (ab Acetyl-CoA) wird mit 32 ATP wesentlich mehr Energie zur Verfügung gestellt als in der anaeroben Glycolyse, in der nur 2 ATP frei werden. |
| Cooper-Test | Der Cooper-Test (benannt nach dem amerikanischen Sportmediziner Kenneth H. Cooper) ist ein anerkannter Test zur Überprüfung der allgemeinen Ausdauer von großen Populationen. Es handelt sich um einen Lauf von 12 Minuten Dauer, bei dem die in dieser Zeit maximal zurückgelegte Strecke ermittelt wird. Für Sportläufer ist der Test anspruchsvoll, da die zurückgelegte Strecke zwischen einer reinen Mittel- oder Langstrecke liegt. Der Sportler muss sich sehr gut einschätzen können, um nicht zu früh zu viel Laktat aufzustauen und in den anaeroben Bereich zu kommen, aber auch nicht zu langsam zu laufen. Der Test dient bei erfahrenen Läufern auch zur Schätzung der maximalen Sauerstoffaufnahme. Bei Männern unter 30 ist eine Leistung von über 2800 Metern sehr gut, über 2500 m gut, über 2200 m ordentlich, über 1800 m durchschnittlich und darunter schlecht. Ab einem Alter von 30 zieht man in der Bewertung jeweils 150 m von den Laufweiten ab, ab 40 Jahren 300 m und ab 50 Jahren 400 m. Der Cooper-Test wird z. B. bei der Überprüfung von Fußball-, Handball- und Hockeyschiedsrichtern, bei der Notenvergabe für Sport-Abiturienten, als Leichtathletiknote an Gymnasien verschiedener deutscher Bundesländer und bei vielen Armeen (z. B. beim österreichischen Bundesheer und der deutschen Bundeswehr) sowie der deutschen Bundespolizei eingesetzt. Seit dem Schuljahr 2005/06 ist der Cooper-Test für Abiturienten in Berlin Bestandteil der vierteiligen Abschlussprüfung jedes Semesters Sportpraxis. |