Funktion der Atmung |
| Geschrieben von: Dein-Gesundheitsmanager | |||
| Mittwoch, den 25. Mai 2011 um 09:03 Uhr | |||
Der Sauerstoff im Blut ist an Hämoglobin gebunden und wird so durch den Körper zu allen Zellen, die Sauerstoff benötigen, transportiert. Der Körper hat im Durchschnitt 150g Hämoglobin. 1g Hämoglobin kann bis 1,38ml Sauerstoff aufnehmen. Damit hat 1 Liter Blut die Sauerstoff-Bindungskapazität (O2-Kapazität) von 207ml Sauerstoff. Der tatsächliche Teil des gesamten Hämoglobin´s im arteriellen Blut, der mit Sauerstoff angereichert ist, nennt sich Sauerstoffsättigung (O2-Sättigung) und beträgt physiologischerweise 0,98 (bzw. 98%). Anpassung der Atmung bei körperlicher Belastung Bei einem normalen Atemzug, werden aus der Ruhelage heraus (Nullpunkt in der Grafik) im Schnitt 0,5 Liter Luft (Atemzugvolumen eingeatmet. Das Atemzugvolumen ist aber auch abhängig von der Konstitutioin, Körpergewicht und dem Trainingszustand und liegt etwa bei 8-10ml/kg/KG. Bei etwa 12-15 Atemzügen in Ruhe pro Minute, ergibt sich ein Atemminutenvolumen in Ruhe von ~ 7,5l für einen durchschnittlichen Menschen. Je nach Konstitution und Trainingszustand, kann das Atemminutenvolumen variieren und bei extremer Belastung bis um das 15-20-fache ansteigen. Bei Anstrengungen (harte Arbeit, Sport...) können etwa 2,5 bis ~6 Liter Luft, je nach Konstitution und Trainingszustand zusätzlich eingeatmet werden (inspiratorisches Reservevolumen), um genügend Sauerstoff (O2) für den Körper aufnehmen zu können. Es können bei Anstrengung aber auch etwa 1,5 bis ~4 Liter Luft vom Nullpunkt gesehen, mehr ausgeatmet werden (expiratorisches Reservevolumen), was den Körper zusätzlich mit vermehrt Frischluft und damit auch mit Sauerstoff (O2) versorgen kann. Nach der maximalen Ausatmung bleibt noch Luft in der Lunge (Residualvolumen), damit diese nicht zusammenfällt (kollabiert) und ihre Stabilität behält. Dieses Residualvolumen beträgt etwa 1,5 Liter und kann durch die Spirometrie nicht gemessen werden. Das Atemzugvolumen (0,5l), das inspiratorische Reservevolumen (2,5l) und das expiratorische Reservevolumen (1,5l), bilden zusammen die Vitalkapazität (~ 4,5l). Die totale Lungenkapazität (~6l) bezeichnet die Vitalkapazität (~4,5l) und das Residualvolumen (~1,5l) zusammen. Diese Werte sind abhängig von der Konstitution und dem Trainingszustand und variieren entsprechend. So kann die Vitalkapazität bei einem spitzen Trainingszustand durchaus bei 7-10 Litern liegen. Bei Ausnahmeathleten können sicherlich von Fall zu Fall, auch Ausnahmewerte gemessen werden, die fernab des "Normalen" liegen können. Durch körperliches Training und vor allem durch Ausdauertraining, kann die Kapazität (o.g. Werte) der Lunge insgesamt deutlich angehoben werden (s. Spiroergometrie u. Trainingssteuerung). Quelle: Taschenatlas der Physiologie, S.Silbernagl/A.Despopoulos Danke für das Lesen dieses Beitrags. Wir würden uns besonders freuen, wenn sie zu unseren Followern auf Twitter stoßen würden oder ein Kommentar hinterlassen.
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| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 28. Mai 2011 um 14:37 Uhr |
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