Unter
Schlafhygiene versteht man
Disziplin und
Konsequenz im Umgang mit den Rahmenbedingungen des
zu Bett gehens. Das
Bett ist nur da
zu da um darin
zu schlafen. Kein Fernsehen im Schlafzimmer. Das Schlafzimmer ist kein Aufenthaltsraum. Das Schlafzimmer ist ein Ort, der der wichtigen täglichen Nachtruhe vorbehalten ist. Man sollte also nur ins
Bett gehen, wenn man müde ist. Wer nicht müde ist, bleibt auf, bis er müde ist. Jedoch muss jeden Morgen
zur gleichen Zeit aufgestanden werden, egal
zu welcher Zeit man ins
Bett gegangen ist. Dies erfordert die genannte
Disziplin, gewöhnt aber den Organismus an die gleichen Zeiten und den gleichen Rhytmus. Das kann schon sein, dass man in einer Nacht wenig geschlafen hat und über Tag sehr müde ist. Aber am nächsten Abend fällt dann das
zu Bett gehen leichter, weil der Organismus durch die Müdigkeit, das
zu Bett gehen erleichtert.
Eine
Schlafdauer von rund sieben Stunden im Schnitt sind nach aktuellen Erkenntnissen von Schlafforschern genug. Bei konsequenter Umset
zung der genannten Bedingungen wird sich der Schlaf möglicherweise etwas verkürzen, aber deutlich verbessern. Man muss sich Zeit geben bei der Umset
zung und etwas Geduld haben bis das neue Verhalten richtig eingeübt ist und sitzt. Schließlich erlernt man ein neues Schlafverhalten und ersetzt damit das alte
Verhaltensmuster des
zu Bett gehens. Das ist nichts anderes als eine Art der
Verhaltenstherapie. Je nach Schwere des Falles braucht man mehr oder weniger Zeit, bis das neue
Verhaltensmuster eingeübt ist und so eingebrannt ist, bis es auf Dauer sitzt. Im Fall der
Schlafhygiene sind nach ein- bis zwei Wochen erste Umstellungen und Verbesserungen spürbar. Nach vier Wochen erkennt man schon sehr gut, dass man nicht mehr
zu den alten Schlafgewohnheiten
zurückkehren möchte und die neu erarbeitete
Schlafhygiene beibehalten und weiter vertiefen möchte.