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Marathonläufer - jeder 2. nimmt Schmerzmittel vor dem Start

Marathonläufer - jeder 2. nimmt Schmerzmittel vor dem Start Bildurheber: http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Niklas_Zender.JPG?uselang=de aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Autor des Bildes ist Albertus Teolog.

Schädigung von Magen, Darm und Niere

Bevorzugte Medikamente waren Ibuprofen, Diclofenac und Aspirin.

Alle verwendeten Schmerzmittel können die Schleimhaut des Magen-Darm-Trakts (GIT) und die Funktion der Niere negativ beeinflussen. Blutungen aus dem GIT und der Niere sind bei Langstreckenläufen häufig. Sie beruhen einerseits auf der Minderdurchblutung des GIT und der Niere, andererseits auf der daraus resultierenden erhöhten Durchlässigkeit für giftige bakterielle Produkte und schließlich auf der Einnahme von Schmerzmitteln mit eigener gastrointestinaler Toxizität. Grundsätzlich sollten daher Schmerzmittel keinesfalls vor dem Lauf eingenommen werden, zumal ihre beschwerdelindernden Eigenschaften während des Laufs wahrscheinlich nur gering und – bei Einnahme vor dem Lauf – am Ziel nicht mehr vorhanden sind.
Es darf vermutet werden, dass der belegte, den Magen-Darm-Trakt schädigende und die Nierenfunktion tangierende Effekt der verwendeten Analgetika nicht nur Blutungen und ein partielles Organversagen (Niere, Darm) auslösen kann, sondern über die Beeinflussung des Elektrolythaushalts auch das Auftreten von Herz-Kreislauf-Störungen begünstigt.
Schließlich bleibt anzumerken, dass Acetylsalicylsäure bei derartigen Wettkämpfen kontraindiziert ist, da sie die Blutgerinnung für Tage herabsetzt und damit akut nötige chirurgische Interventionen behindert bzw. unfallsbedingte Blutungen verstärkt.

Schmerzmittelmissbrauch bei Marathonläufern des
Bonn-Marathon 2009


Die Teilnahme an Langstreckenläufen (z. B. Marathon, 24-h-Lauf, Triathlon) wird heute nicht nur von Hochleistungsathleten, sondern auch von zahlreichen Laien als Beleg einer besonderen körperlichen Fitness gewertet. Übersehen wird dabei, dass Überlastungen nicht nur bei wenig trainierten, sondern auch bei erfahrenen Hochleistungssportlern immer wieder mit schweren gesundheitlichen Schäden einhergehen. Hinzu kommt, dass viele Teilnehmer nach der Leistung unter Schmerzen der Gelenke und Muskeln, aber auch unter Blutverlusten (Blutungen in Magen-Darm-Trakt und Niere) leiden (sog. Läufer-Anämie).

Ebenfalls wenig bekannt ist, wie sich Teilnehmer schon während des Trainings oder vor dem Start mit Schmerzmitteln gegen zu erwartende Schmerzen „wappnen“. Über 60% der befragten Freizeitsportler hatten bereits vor dem Start Schmerzmittel eingenommen. Männer greifen wesentlich häufiger zu Schmerzmitteln als Frauen.

Fazit:


Die Annahme von Langstreckenläufern, während des Wettkampfs auftretende Schmerzen durch vorab eingenommene Schmerzmittel neutralisieren zu können, ist falsch
. So zeigte eine gründliche Analyse von 54 Läufern, die an einem 160-km-Lauf teilnahmen (die eine Hälfte erhielt Placebo, die andere Hälfte nahm vor Laufbeginn 600 mg und während des Laufs alle vier Stunden 200 mg Ibuprofen ein), weder eine bessere Laufleistung der medikamentierten Gruppe noch eine geringere Schmerzintensität an den auf den Lauf folgenden Tagen.
Es wäre naiv anzunehmen, man könne das Bedürfnis des Menschen, mithilfe von Medikamenten bessere Leistungen zu erzielen, wesentlich beeinflussen. Ungeeignete und/oder überdosierte Arzneimittel sollten jedoch vermieden und geeignetere richtig dosiert zum richtigen Zeitpunkt, d. h. nur nach der sportlichen Belastung, eingenommen werden.

Letzte Änderung am Mittwoch, 04 Dezember 2013 12:13

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