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Bluthochdruck und Voraussetzung zum Sport bei Bluthochdruck

Bluthochdruck und Voraussetzung zum Sport bei Bluthochdruck Bildurheber: © Dieter Schütz/PIXELIO www.pixelio.de

Der sportlich aktive Hochdruckpatient

 
Voraussetzungen für Sport:

Diese umfassen nach den aktuellen Leitlinien die vollständige Anamnese, die auch sportliche Vorerfahrungen und aktuelle sportliche Aktivitäten miterfasst, eine ausführliche körperliche Untersuchung, eine spezifische Labordiagnostik sowie eine fahrradergometrische Belastungsuntersuchung mit Blutdruck- und EKG-Kontrolle. Nach Möglichkeit sollten auch eine Echokardiografie sowie eine 24-h-Blutdruckmessung durchgeführt werden.






Grundlegende Voraussetzung für die Einleitung einer Bewegungs- bzw. Sporttherapie ist eine
vorherige (sport-) medizinische Diagnostik: "fit for sports" !!

Denn öfters als gedacht, stecke hinter einem therapieresistenten hohen Blutdruck, ein Adenom der Nebenniere !

(MMW-Fortschr. Med. Nr. 7 / 2010 (152. Jg.))




Wie soll trainiert werden ?

 

 

 

Die Empfehlung gehe dahin, drei bis vier Ausdauertrainingseinheiten (z.B. Gesundheitslaufen o. Gesundheitsradfahren) mit dynamischer Muskelarbeit über einen Zeitraum von mindestens 30–45 min/Woche durchzuführen, um die  Effekte auf Herz-Kreislaufsystem, Psyche .... usw.  und den Stoffwechsel (s. Effekte des Sports) optimal ausschöpfen zu können. Hierin enthalten bzw. hinzukommen sollte eine Trainingseinheit von 30–45 Minuten Fitnessgymnastik bzw. moderates Kräftigungstraining (s. Krafttraining Grundlagen) nach kompetenter Anleitung und zu Beginn ggf. unter engerer Überwachung. Hinsichtlich der Belastungsintensität und deren Steuerung gelte der aerobe Stoffwechselbereich als Zielbereich. Im Idealfall erfolgt die sportmedizinische Festlegung der individuellen, optimalen Belastungsintensität mittels einer spiroergometrischen Leistungsdiagnostik bzw. einer laktatgestützten Leistungsdiagnostik. Hieraus wird die individuelle Trainingsherzfequenz ermittelt und deren praktische Umsetzung durch Monitoring mittels Pulsuhren realisiert. Dieses Vorgehen ist besonders bei Einnahme von frequenzmodulierenden Pharmaka (z. B. Betablocker) bzw. bei gravierenden Begleit- und Folgeerkrankungen (z. B. KHK) vor allem auch bei älteren Sportanfängern und Sporttreibenden anzuraten. Auch Ältere profitieren von Sport und adäquater Ernährung (s. Effekte d. Sports im Alter).

Für die (ärztliche) Praxis reiche es i. d. R. aus, die Belastungsintensität im Bereich von 60–70 % der fahrradergometrischen Maximalleistung festzulegen, vorausgesetzt es gibt keine medizinischen Kontraindikationen.
Neben der Analyse des Belastungs-EKG´s sollte das Blutdruckverhalten unter Belastung besonders berücksichtigt werden.


Welche Sportarten sind geeignet ?

 

Bei der Auswahl einer geeigneten Bewegungsform bzw. Sportart für den Hochdruckpatienten sei  ein individuelles Vorgehen erforderlich. Wichtige Kriterien für die Gestaltung der Bewegungstherapie seien neben der körperlichen Belastbarkeit und den bestehenden Begleit- und Folgeerkrankungen, die Motivation, motorische und koordinative Kompetenzen, sportliche Vorerfahrungen, das sozioökonomische Umfeld und nicht zuletzt die infrastrukturellen Gegebenheiten.
Ein häufiger Grund für den Abbruch des neu begonnenen körperlichen Trainings,  seien orthopädische Probleme, die in der sportmedizinischen Beratung berücksichtigt werden müssten. Ist im Vorfeld alles beachtet, könne Sport als eine Therapie (s. Sporttherapie) zur Unterstützung vieler körperlicher- und seelischer Unwegsamkeiten dienen. Achte man nun noch auf eine adäquate vollwertige Ernährung (s. Vollwerternährung u. Ernährungsplan) und verzichte auf das Rauchen, habe man die Forderung der Prävention umgesetzt (Sport-Ernährung-nicht rauchen !).


Gut geeignet

  • Sport mit geringem bis mittlerem Krafteinsatz (Walking, Nordic-Walking, Laufen, Radfahren, Inlineskating, Skilanglauf, Schwimmen etc.)

     

  • Mannschaftsspiele mit geringer körperlicher Belastungsintensität aufgrund modifizierter Durchführung (z.B. Volleyball, Fußball, Soft-Tennis etc.).



Bedingt geeignet
(abhängig von der Schwere der Hypertonie, Begleiterkrankungen sowie der sportlichen Vorerfahrung)

 

  • Kraft- und Kampfsportarten nur mit niedrigen bis mittleren Belastungsintensitäten (ohne Pressatmung)
  • Einzelrückschlagspiele mit nur geringer bis mittlerer Belastungsintensität (Tischtennis, Tennis etc.)
  • Mannschaftsspiele mit nur mittlerer Belastungsintensität
  • Ausdauersportarten mit höherem Krafteinsatz, z. B. Rudern,  sind zu meiden !

 

 

 

 

Ungeeignet

  • Kraft- und Kampfsportarten mit hohen Belastungsintensitäten
  • Einzelsportarten und Einzelspiele mit hoher Belastungsintensität (Leichtathletik, Badminton, Squash etc.)
  • Mannschaftsspiele mit hohen Belastungsintensitäten (Eishockey, Basketball etc.)

 

Letzte Änderung am Sonntag, 01 Dezember 2013 20:08

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