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Krisen - beruflich oder privat; jeden kann es treffen

Krisen  -  beruflich oder privat; jeden kann es treffen Bildurheber: © Dr.-Klaus-Uwe-Gerhardt/PIXELIO www.pixelio.de
Plötzlich und unerwartet wird der Alltag durchbrochen. Dem Leben ist es egal, ob Sie darauf vorbereitet sind oder aus allen Wolken der Illusion von Sicherheit fallen. Wider Willen werden wir gezwungen, uns mit plötzlichen, nachhaltigen Veränderungen auseinanderzusetzen. Das erzeugt starke Ängste die uns in unserer Existenz bedrohen. Auch wenn man eine stabile und liebevolle Kindheit genossen habe, sei man vor Krisen nicht geschützt. Aber man könne auf ein gewisses Urvertrauen zurückgreifen, das einem helfen könne zuversichtlicher einer Krise zu begegnen.
 

Wenn eine Krise gekommen ist

 
Private Krisen sind noch häufiger als berufliche Krisen. Allen voran stehen hier die von Krankheit und psychischer Not ausgelösten Krisen, gefolgt von Konflikten in Ehe und Familie, wie z. B. vom Partner geschlagen und betrogen. Auch wenn man sich in der Krise völlig ohnmächtig, hilflos und verlassen fühle, gebe es doch eine Menge, was man tun könne. Damit ist nicht gemeint, dass man die äußeren Auslöser der Krise zurückdrehen könne. Das kann man fast nie ! Was man tun kann, ist weiterleben, sich auf Veränderungen einlassen, sich eventuell sogar in all dem Tohuwabohu neu kennenlernen und  weiterentwickeln. Das Wichtigste ist weiterzuleben, ob aus Trotz, aus schierer Sturheit oder für einen  oder die geliebten Menschen (die Familie).  Man kann weiterleben, auch wenn der Beruf, die Stelle, der Partner nicht mehr da sind, wenn der Ruf oder die Gesundheit beschädigt sind. Sich nicht als Einzelkämpfer zurückziehen, sondern Hilfskräfte mobilisieren,  sei es  in der Familie, bei Freunden, bei Kollegen oder professionelle Hilfe. Selbst wenn man anfangs denke: „Das schaffe ich alleine.“ Oft ziehe sich eine Krise längere Zeit hin. Irgendwann erreiche man einen Punkt, wo andere einem unter die Arme greifen könnten oder müssten. Man braucht Zeit, wenn einen eine Krise trifft ! Zeit, um nach dem ersten Schock durchzuatmen, sich ein bisschen „einzukriegen“. Am Wochenende freimachen, in eine andere Landschaft fahren, in der Natur bewegen oder Freunde besuchen und sich verwöhnen lassen. Selbst wenn man innerlich nicht mal mehr wisse,  wie man genießen buchstabiere.  Etwas "Positives" bleibe doch oft noch hängen. Manchmal könne man dies aber erst mit etwas Abstand bzw. im Nachhinein erkennen.
 
Gefühle ausdrücken – wenn nötig immer wieder. Wut, Angst, Schmerz, Hass und Verzweiflung sind nicht nur Gedanken. Sie wollen und können ausgedrückt werden: im Lautwerden, Weinen, Schreien, Zittern. So mancher tue sich mit dem Gefühlsausdruck schwer, denn es gehe zu sehr gegen die persönliche und allgemeine Sozialisation (was sagen nur die Anderen !) . Wer nicht wisse, wie er an seine Gefühle komme, kann es lernen (u.a. bei be-yourself-beziehungstherapie).
Sich unbedingt um seinen Köper kümmern ! Regelmäßige Ernährung, Bewegung, Zärtlichkeit und Sex,  sowie Körperpflege sind vielleicht das Letzte, an was man in der Krise denken mag und gerade darum sei es so sehr wichtig.  Wieder elementare Dinge in den Fokus des Lebens rücken. Von klein anfangen und sich wieder langsam aufbauen. Man wisse aus der Behandlung von Traumastörungen, die oft mit Krisen assoziiert seien,  dass der Körper und körperliches Training (Sporttherapie) als elementarer Baustein, ein wichtiger Ansatzpunkt des Heilungsprozesses ist ! Hier könne körperliches Training und bewusste Ernährung auch in einem Sinne von Verhaltenstherapie verstanden werden.
 
Man müsse sich von vornherein genug Zeit zur Bewältigung der Krise geben. Viele Krisen beschäftigen einen lange, meist zwischen 6 und 24 Monaten. Das ist viel Zeit, und eine Menge davon verbringe man mit Unsicherheit und Warten. Je mehr Druck man mache, desto weniger scheine der Prozess vorwärtszugehen. Man muss sich klar machen: „Die Krise geht, solange sie geht.“ Man müsse sich regelmäßig bekräftigen für eine Entschlossenheit, sich dem zu stellen, was kommt, egal wie lange es dauere.  Irgendwann ist es vorbei, irgendwann kehrt der Alltag wieder ein. Auf seine Bedürfnisse müsse man achten,  die in jeder Phase der Krise anders sein könnten.  Anfangs brauche man vielleicht Ruhe und Trost, später Ermutigung und  zu anderen Zeiten die Anerkennung, dass man sich in der schwersten Phase seines Lebens ganz wacker halte. Die eigenen Fehler könne man  in der Krise erkennen lernen. Das tue weh und da könne uns  unter Umständen ein Zacken aus der Krone des Selbstwertgefühls fallen, aber solange man nur die Anderen oder die Umstände beschuldige, komme man nicht weiter !  (Überwindung der „Opfermentalität“). Abfinden müsse man sich damit, dass Krisen zu jedem Leben gehörten. Akzeptieren lernen, was nicht zu ändern ist. „Warum ich, ich habe doch schon genug mitgemacht ?“ Unser Inneres protestiert. Es lässt sich nicht bestreiten, dass das Leben manchmal hart ist. Den inneren Widerstand registrieren, dem Herzen Luft machen – und sich dann damit abfinden. Man könne sich einen psychologischen Erste-Hilfe-Kasten zusammenstellen. Darin kann sich die Telefonnummer eines professionellen Helfers befinden, ein Brief an sich selbst, zu lesen in Stunden der Not, Fotos aus einer glücklichen Zeit, die Adresse einer Selbsthilfegruppe, die Nummer eines guten Anwalts oder eine Entspannungskassette. Und man solle einen Notgroschen zur Seite legen. Schulden kann man nicht wegtherapieren ! Ferner sollte man jeden Tag eine Balance zwischen der Fürsorge für Andere und für sich selbst suchen ! Bewusstes Ausdrücken verschütteter Emotionen kann protektiv wirkt. Präventiv ist auch die Pflege von Freundschaft und Familie.   Familie und Freunde können uns auffangen, kennen uns, konfrontieren uns,  wenn wir im Selbstmitleid versinken. Es gibt Menschen (sog. "Survivors"), die eine höhere seelische Widerstandskraft  (=Resilienz) besitzen und unbeschadet  Krisen überstehen können.
 

Fazit

 
Sollte man in eine Krise geraten, muss man gut auf sich aufpassen. Sich Hilfe holen !   Wahrscheinlich wird das Ganze länger dauern, als einem lieb ist. Aber man kann und wird es überstehen und vielleicht stärker, gereifter und etwas demütiger daraus hervorgehen. Dafür braucht es Selbstfürsorge und Eigenbestimmung, Freunde, professionelle Begleitung und die Bereitschaft, seine Gefühle zuzulassen und auszudrücken.
Eine Krise kann eine Chance sein, zu sich selbst zu finden und seinen "wahren" Lebensweg auszumachen (A. Lindseth). Um seinem Leben auf den Grund zu kommen, muss man sich möglicherweise auch "angemessen" ängstigen können (S. Kierkegaard).
 
Letzte Änderung am Mittwoch, 04 Dezember 2013 12:23

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