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Maca - Nahrungsergänzungsmittel im Sport

Maca  -   Nahrungsergänzungsmittel im Sport Bildurheber: public domain

Die Macapflanze wird in den Anden als Feldfrucht in Höhen bis zu rund 4500 Meter angebaut und war schon den Inkas vor 2000 Jahren bekannt. Sie gilt bei der einheimischen Bevölkerung als Lebensmittel und findet Anwendung als Volksmedizin. Die Macapflanze gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse. Verwendet wird das Hypocotyl der Pflanzen. Das ist der unterste Abschnitt einer Samenpflanze vom Wurzelhals, bis zu den Keimblättern. Das Hypocotyl der Macapflanze wird umgangssprachlich als Macawurzel bezeichnet. Die Macawurzel wird von den Einheimischen als Lebensmittel, entweder frisch verzehrt und dazu vorher gekocht oder für den späteren Verzehr getrocknet. Das getrocknete Maca kann später in  Wasser oder Milch gekocht werden und mit Früchten und Honig zu Brei und Säften weiterverarbeitet werden. Weiterhin wird das getrocknete Maca  als Macamehl zur Herstellung von diversen Speisen, wie Brot, Kartoffeln, Gebäck, Sojabohnen und anderen verwendet. Neben der Anwendung als Lebensmittel, dient die Macawurzel den Einheimischen als Aphrodisiakum, zur Steigerung der Fruchtbarkeit der Frau und der Potenz des Mannes, aber auch der Fruchtbarkeit ihrer Tiere. Über die seit langem stattfindende Verwendung der Macawurzel durch die einheimische Bevölkerung, liegen keine wissenschaftliche Daten vor. In welchen Mengen reines Maca von den Andenbewohnern täglich verzehrt und aufgenommen wird, darüber herrscht Unklarheit. Manche Quellen berichten von mehr als 100 Gramm Maca pro Tag, so das BfR. Zum Vergleich hierzu, ist in der Nahrungs-Ergänzungs-Mittel-Liste von 2007 (NEM-Liste 2007), eine Empfehlung von 0,4 bis 5 Gramm pro Tag festgehalten. 
Macahaltige Produkte sind seit Jahren in Deutschland als Nahrungsergänzungsmittel im Handel. Die Produkte sind in Kapselform, in Tabletteform, in Pulverform und Drageeform erhältlich. In der Werbung, wird eine Steigerung der Fruchtbarkeit, der Potenz, der Sexualität und bei Sportlern eine Leistungssteigerung, durch die Macaprodukte versprochen.

aktueller Stand:

Die Macawurzel kommt in mehr als dreißg Farben vor. Möglicherweise können die verschiedenen Varianten der Farben der Macawurzel (rote, schwarze, gelbe...), unterschiedliche Wirkungen haben. Die vorliegenden Daten lassen aber lediglich Hinweise darauf zu, so das BfR. Genaue Daten existeren nicht.
Insbesondere Daten zu Untersuchungen beim Menschen, liegen nur aus wenigen Studien vor. Diese Daten sind spärlich und die Studien entsprechen nicht den üblichen wissenschaftlichen Standards. Aus diesen Daten kann sich wirklich nichts, in keinerlei Hinsicht, eindeutig ableiten lassen.
Lediglich, so das BfR, finden sich eindeutige Angaben, dass sich in einer Studie (Gonzales et al., 2002, 2003a) nach Macaeinnahme von drei Gramm pro Tag, das sexuelle Verlangen der gesunden Männer, die teilgenommen hatten, steigerte.
Aus Untersuchungen mit Ratten und Mäusen gehen Daten hervor, die Wirkungen auf die Geschlechtsorgane und den Hormonhaushalt zeigen.  Es wird von Gewichtsveränderungen der Geschlechtsorgane der Tiere und einer Testosteron- und Progesteronspiegelerhöhung berichtet, so hält das BfR  in seinem Bericht (024/2007) fest. Jedoch, und dies gilt es besonders zu beachten, wurden in den Tieruntersuchungen sehr hohe Macazufuhren von bis zu 17,5 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag verabreicht. Im Vergleich hierzu, werden für den Menschen Macazufuhren von meist 25-40 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht von Quellen und Anbietern von Maca, die Maca als Nahrungsergänzungsmittel vertreiben, empfohlen.
Die Ergebnisse der Tieruntersuchungen (Ratten und Mäusen), lassen sich auf keinen Fall Schlüsse über Macazufuhr- und Wirkung bzw. Nebenwirkung auf den Menschen zu. Allenfalls können die Ergebnisse der Tieruntersuchungen als Hinweise gesehen werden, dass Macaverzehr zu möglichen Wirkungen an Organen und zu Hormonwirkungen führen kann, mit hieraus auch möglicherweise resultierenden "unerwünschten" Wirkungen bzw. Nebenwirkungen.  
Es liegen derzeit keine hinreichenden wissenschaftlichen Daten vor, so das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), aus denen sich eine eindeutige Bewertung zur Wirkung oder Nebenwirkung oder gar eine Empfehlung zur Anwendung, weder in dem einen noch in dem anderen Anwendungsbereich und auch  nicht im Sport,  ableiten lassen kann.

Letzte Änderung am Montag, 10 März 2014 10:38
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